Biografie


Zur Zeit entwickle ich mein Kunstprojekt The Rendering Eye weiter. Es beschäftigt mich seit über drei Jahren und ist zu meiner eigenen Überraschung ein richtiges Abenteuer geworden, das mich bis jetzt nach Berlin, Hamburg, San Francisco, Shanghai, Barcelona und Fès geführt hat. Nach den Bildern aus der 3D-Welt von Apple Maps beschäftige ich mich mit Amateurfotografien der Nachkriegszeit. Zudem engagiere ich mich bei der Schule Welcome to School für junge Asylbewerbende.

Hauptsächlich arbeite ich aber als freie Historikerin und Journalistin. Zur Zeit bin ich damit befasst, die historischen Inhalte für das neue Zürich-Museum "Einfach Zürich" zu erarbeiten, das Ende Januar 2019 eröffnet wird. Ich publiziere regelmässig bei NZZ Geschichte (Unten als Beispiel eine Geschichte über Vitriolattentäterinnen im 19. Jahrhundert.) und schreibe im privaten Auftrag Familiengeschichten und Memoiren. Wenn mir etwas Zeit bleibt, recherchiere ich einen sensationellen Kriminalfall, bei dem eine Kurtisane auf den Pariser Kommissar trifft, der als Vorbild der literarischen Figur von Kommissar Maigret gilt. Mein Manuskript über den grössten Gesellschaftsskandal der Belle Epoque liegt bei meinem Agenten und wartet auf einen Verleger. Da es keine Skandale ohne Öffentlichkeit und dementsprechend ohne Medien gibt, wird sich im persönlichen Drama der weiblichen Hauptfigur die historische Entwicklung der yellow press spiegeln. Mehr möchte ich hier noch nicht verraten ...

In beiden aktuellen Buchprojekten kommen soziale, kulturelle und politische Themen zusammen, mit denen ich mich im Verlauf meines beruflichen Werdegangs beschäftigt habe: Frauenbewegung, Amerikanisierung, Prostitution, die Welt der Unterhaltung und der Medien, insbesondere die Geschichte von Internet und Werbung.

Trotz der Vielfalt dieser Themen zieht sich ein roter Faden durch meine Arbeit. Er ist dreifach gedreht: aus meiner Neugier auf die Welt und auf Geschichten von Menschen, aus meiner Freude an fundierten und hartnäckigen Recherchen mit originellem Ansatz sowie aus meinem Bestreben, komplexe Inhalte in attraktive und verständliche Erzählungen zu verwandeln und diese in verschiedenen Medien zu präsentieren.

Zusammenfassung meines beruflichen Werdegangs:

Nach einer Dissertation in Allgemeiner Geschichte an der Universität Zürich über die Geschichte der Dienstmädchen absolvierte ich eine Journalistenausbildung und arbeitete als Moderatorin, Redaktorin, Produzentin und Dokumentarfilmerin beim Schweizer Fernsehen.

Nach zehn Jahren gab ich meine feste Stelle auf, denn ich wollte lernen, Geschichten auch in anderen Medien und anderen Formen zu erzählen. Ich realisierte zwei grosse Ausstellungen, schrieb zwei Bücher und drehte mehrere historische Dokumentarfilme fürs Fernsehen.

Im Sommer 2004 übernahm ich die Leitung der Redaktion Kultur aktuell des Schweizer Fernsehens, entwickelte mit meinem Team ein neues Kulturmagazin und war bis 2011 Redaktionsleiterin von "kulturplatz" und "kino aktuell", einem wöchentlichen Kino-Magazin, das nach dem Relaunch "Box Office" hiess und im Sommer 2013 eingestellt wurde.

Seit 2012 arbeite ich als freie Historikerin, Autorin sowie als Künstlerin. So habe ich während rund einem Jahr die Geschichte der Migros für die digitalen Installationen im Orangen Garten recherchiert und aufbereitet. Im Frühjahr 2014 arbeitete ich als historische Beraterin für das TV-Projekt anno 1914. Im Herbst 2014 - in der Publikation Historische Begegnungen - ist zudem mein Essay Die feinfühlige Adjudantin über Elsa Gasser, die volkswirtschaftliche Beraterin von Gottlieb Duttweiler, erschienen. Im Rahmen von schulhausroman.ch beschäftigte ich mich mit einer Sekundarklasse mit der Geschichte der Gemeinde Horgen.


Presseberichte:
Artikel über mich im Tele aus dem Jahr 1992 (PDF)
"So rächt sich eine Frau", aus: NZZ Geschichte 2016